Naturnahrung – Fischnährtiere
Welches Futter finden Fische im Teich?
In jedem Gewässer leben Insekten, Würmer, Krebse, Muscheln und Schnecken, die die Fische als Nahrung nutzen. In Teichen sind die wichtigsten Fischnährtiere kleine Planktonkrebse (Daphnien), Zuckmückenlarven und Schlammröhrenwürmer (Tubifex), da diese Arten massenhaft auftreten. Die Fische haben sich im Laufe ihrer Entwicklung über Millionen von Jahren an dieses Nahrungsangebot angepasst. Die Naturnahrung ist daher das hochwertigste Futter, das ein Fisch bekommen kann. Im Gegensatz zu den Wassertieren können Wasserpflanzen nur von einigen wenigen Fischarten direkt verwertet werden. Die Fischnährtiere, oder auch Naturnahrung genannt, entsprechen also dem Gras bei der Rinderweide. Übrigens: auch Raubfische fressen in den ersten Lebenswochen ausschließlich die Naturnahrung. Erst ab einer bestimmten Größe, z. B. beim Hecht ab 7 cm Körperlänge, beginnen sie damit, Fische zu fressen.
Wovon leben die Fischnährtiere?
Durch Sonnenlicht und Nährsalze entwickeln sich Planktonalgen. Diese Algen werden von den Fischnährtieren gefressen. Je mehr Planktonalgen sich im Teich bilden, desto mehr Fischnährtiere können sich im Teich entwickeln. Im Teich gibt es also folgende Nahrungskette:

Die Menge der Algen, die der Teich produziert, ist abhängig von der Teichfäche, die vom Sonnenlicht bestrahlt wird. Je größer der Teich, desto mehr Algen und in Folge mehr Fischnährtiere und mehr Fische. Die Wassertiefe ist für die Menge der natürlichen Fischnahrung unwichtig. Weitere Einflußfaktoren auf die Menge der Fischnährtiere sind die Bonität des Teichbodens (Nährsalze), sonnige oder schattige Lage und das Klima. So bringt ein gleich großer Teich in der Steiermark einen höheren Fischertrag als ein Teich im Waldviertel. Warum? Durch das wärmere und sonnigere Klima in der Steiermark entsteht im Teich eine größere Menge an Fischnährtieren und deshalb wachsen hier die Fische besonders gut.